Es ist zwar erst Oktober, aber Silvester ist meist schneller da, als man schauen kann. Wenn der Jahreswechsel ansteht, werden die Korken knallen und es wird richtig ausgelassen gefeiert. Dabei hat wohl jedes Land der Welt seine eigenen Traditionen. Die Schweiz ist hier nicht anders. Natürlich darf hier ein imposantes Feuerwerk nicht fehlen sowie ein festliches Abendessen. Vielerorts werden zusätzlich noch alte Bräuche zelebriert. Wie man den Start ins neue Jahr in der Schweiz verbringen und wo man am besten feiern kann, haben wir an dieser Stelle für Sie zusammengetragen.

Laupen: Achetringele

Beim Achetringele handelt es sich auf den ersten Blick um einen eher gruseligen Silvesterbrauch. Allerdings braucht man keine Angst zu haben: Ab Acht Uhr am Silvesterabend gibt es einen Zug voller maskierter Gestalten durch die Gassen von Laupen.

Die sogenannten Besenmannen tragen Felle und unheimliche Holzmasken, während sie mit ihren langen Wachholderbesen unterwegs sind. Ihnen folgen die komplett weiss gekleideten „Glöggeler“.

Der Zug startet am Schloss in Laupen und endet am Bärenplatz. Hier spricht der Anführer der Gestalten einen Silvesterspruch und seinen Neujahrsgruss aus. Dazu gibt es lautes Getöse mit Glockenklang.

Im Anschluss werden die Mädchen von Laupen mit aufgeblasenen Luftballons „gequält“. Ein heute lustiger Brauch, der ursprünglich dazu diente, böse Geister zu vertreiben. Auf diese Weise konnte das neue Jahr auf eine gute Weise starten.

Solche Lärmumzüge findet man übrigens überall auf der Welt, wie beispielsweise bei unseren Nachbarn in Deutschland. Unter anderem gibt es ähnliche Umzüge in Baden-Württemberg während der Karnevalszeit.

Zürich: Party am Seebecken mit Feuerwerk

Zu einem waschechten Silvester gehört natürlich ein Feuerwerk. Eines der schönsten Feuerwerke weltweit wird jedes Jahr am Züricher See veranstaltet. Normalerweise werden für dieses Event Zehntausende Gäste aus aller Welt erwartet. Dabei wird ein grosses Festgelände rund um den See aufgebaut.

Das Feuerwerk selbst findet kurz nach Mitternacht statt und dauert rund eine Viertelstunde. Das Besondere: Es wird von drei Schiffen aus abgefeuert, die auf dem See schwimmen. Veranstaltet wird dieses Spektakel unter anderem vom Swiss Casino Zürich. Dort können Sie im Anschluss gleich Ihr Glück fürs neue Jahr an den Spieltischen auf die Probe stellen. Geboten werden Poker, Blackjack oder Roulette.

Allerdings sollte man vor dem Abend vielleicht schon einmal online üben, damit der Jahreswechsel zu einem richtigen Erfolg wird. Dabei kann man gleichzeitig sogar Geld gewinnen. Also keine schlechten Voraussetzungen. Übrigens, Online kann man seine Lieblingsspiele auch in CHF spielen. Allerdings sollten Sie dafür wissen, welche Casinos das genau sind. Die Hauptsache dabei ist, dass Sie sich nur auf seriöse Anbieter einlassen.

Rheinfelden: Brunnensingen

Wieder ein eher traditioneller Brauch ist das Brunnensingen in Rheinfelden. Das Silvester-Ritual lässt sich zurückdatieren bis in das Jahr 1514. Eingeführt wurde es von der sogenannten Sebastiani-Bruderschaft, die sich damals wegen eines erneuten Ausbruchs der Pest gegründet hatte. Der Name lässt sich auf den heiligen Sebastian zurückführen, der im Mittelalter die letzte Zuflucht von Pestkranken war.

Gesungen wird allerdings nicht nur an Silvester, sondern auch an Heiligabend. Die zwölf Männer der Bruderschaft tragen um 23 bzw. um 21 Uhr Lieder vor, die vor einer erneuten Pest schützen sollen. Dabei sind sie ganz in schwarz gekleidet mit passenden schwarzen Zylindern.

Sie folgen einer strengen Marschformation, während sie durch Rheinfelden gehen und ihre Lieder singen. Ein düsteres, aber gleichzeitig tröstliches Erlebnis, das auf jeden Fall sehenswert ist.

Bergün: Silvestersingen

Ein weiterer Brauch, bei dem gesungen wird, findet zum Jahreswechsel in Bergün und in Latsch statt. Hier sind bereits zu Silvester die Sternsinger unterwegs, gehen von Haus zu Haus und lassen das Jahr mit romanischen und deutschen Liedern ausklingen. Dabei bekommen die verkleideten Schülerinnen und Schüler Süssigkeiten und Obst.

Am Abend findet dann das sogenannte Goitasingen, oder auch Chant de Goita, statt. Dabei singen die Einheimischen Alt- und Neujahrslieder unter den Strassenlaternen. Um Mitternacht wird dann mit Bündner Röteli, einer Spezialität aus Chur, angestossen.

Appenzellerland: Geister und Monster vertreiben

Silvesterchlausen erinnert ein wenig an das Achetringele in Laupen. In der Nacht des Jahreswechsels sind sogenannte Silvesterchläuse unterwegs. Sie tragen aufwendige Kopfbedeckungen, Masken und Glocken und wollen damit die Geister und Monster des vergangenen Jahres vertreiben.

Dieser Brauch findet hier gleich zwei Mal statt, da im Appenzellerland genauso oft das neue Jahr gefeiert wird: einmal am 31. Dezember nach dem gregorianischen Kalender und einmal am 13 Januar nach dem julianischen Kalender, der nach Julius Cäsar benannt ist.

Davos Klosters: Glücksäuli Wettrennen zum neuen Jahr

Ein etwas anderer Brauch findet in Davos Klosters statt. Allerdings nicht zu Silvester, sondern am Neujahrstag. Ab 15 Uhr findet das alljährliche Glücksäuli Rennen auf dem Bahnhof Klosters Platz statt. Es wird von den Einheimischen Hotschrennen genannt.

Insgesamt rennen hier 10 Säuli gegeneinander an, die von Hunderten angefeuert werden. Dieser Brauch soll einem das zehnfache Glück fürs neue Jahr bringen, da Schweine ohnehin als Glücksbringer angesehen werden. Ob dieser Brauch heute noch zeitgemäss ist, muss allerdings jeder für sich selbst entscheiden.