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Sommer | Winter
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Typische Schweizer Küche im Winter

Im Winter wärmt ein deftiges Gericht von innen

Zürcher Geschnetzeltes mit Rösti, Fondue und Raclette – diese typischen Gerichte der Schweizer Küche sind auf der ganzen Welt bekannt. Erstaunlich ist das nicht, denn kaum etwas wärmt nach einer zünftigen Fackelabfahrt auf Skiern besser als ein würziges Käsefondue. Doch auch andere, lokale Spezialitäten verdienen mehr als nur eine lobende Erwähnung: etwa die nahrhaften und schnell zubereiteten Älplermagronen und köstliche Fischgerichte aus regionalen Arten wie Felchen, Egli und Forellen.

Zürcher Geschnetzeltes mit Rösti

Traditionell wird das Schweizer Nationalgericht «Züri Gschätzlets mit Röschti» mit geschnetzeltem Kalbfleisch, Champignons und einer cremigen, mit Weisswein abgeschmeckten Sahnesauce zubereitet. So mancher Koch schwört zudem auf die zusätzliche Verwendung von Kalbsnieren; dies allerdings ist nicht jedermanns Sache und daher optional. Original ist dieses typische Wintergericht allerdings nur mit einer saftigen Rösti. Hierfür brät man rohe oder gekochte, geriebene Kartoffeln mit Butter als Fladen in der Pfanne, wobei dieser nur durch die in der Kartoffel enthaltene Stärke zusammengehalten wird. Das ganze Gericht ist – typisch für die Schweizer Küche – sehr reichhaltig und daher bestens als Winteressen geeignet.

Zueri_Gschnaetzlets

Älplermagronen: Ein schmackhaftes Gericht nicht nur für Kinder

Im Gegensatz zum Züricher Geschnetzelten sind Älplermagronen nicht einmal jedem Schweizer bekannt. Diese Spezialität stammt aus der Heimat Wilhelm Tells, der Innerschweiz, und besteht aus gekochten Makkaroni (Magronen), gekochten Kartoffeln und Speckwürfeln in einer sahnigen Rahm- bzw. Milchsauce. Das Ganze wird schliesslich mit einem würzigen Bergkäse – traditionell verwendet man Sprinz – überbacken und zusammen mit Apfelmus und Röstzwiebeln serviert. Älplermagronen sind bei Kindern sehr beliebt und, weil sie so gehaltvoll und nahrhaft sind, das perfekte Mittag- oder Abendessen an kalten Wintertagen: Sie wärmen von innen und verscheuchen durch Dunkelheit und schlechtes Wetter aufkeimende schlechte Laune.

Aelplermagronen

Käsefondue in verschiedenen Variationen

Fragt man einen Nicht-Schweizer, so wird diesem bei der Frage nach einem typischen Schweizer Gericht mit grosser Wahrscheinlichkeit wohl Fondue einfallen. Ursprünglich stammt dieses sehr einfache Wintergericht aus dem Wallis, wird aber heute in fast allen Regionen der Schweiz sowie in zahllosen Variationen und bei noch mehr Gelegenheiten gegessen. Die Grundzutaten sind ganz simpel: Man braucht einen würzigen Käse, der üblicherweise mit einer Fleischbrühe in dem Caquelon genannten Keramiktopf geschmolzen und mit Weisswein und Kirschwasser abgeschmeckt wird sowie Brotstücken, die, auf eine Fonduegabel gespiesst, in den heissen Käse getaucht werden. Je nach Kanton kommen ganz verschiedene Käse in den Topf, schliesslich hat man mit den etwa 450 Schweizer Käsesorten eine ausreichend grosse Auswahl. Typische Käse für ein Fondue sind Appenzeller, Gruyère, Emmentaler und Vacherin. Anschliessend gibt es ein schönes Gläschen Kräuterschnaps, denn das regt nach einem reichhaltigen Mahl die Verdauung an.

Fondue

Ein leckeres Fondue-Rezept zum Ausprobieren: Moitié-Moitié

Für dieses original Schweizer Fondue benötigen Sie:

400 Gramm Gruyère (gerieben)
400 Gramm Vacherin (gerieben)
400 Milliliter Weisswein
1 kleines Gläschen Kirschwasser
2 bis 3 Zehen Knoblauch, in dünne Scheiben geschnitten
4 Teelöffel Maisstärke
Pfeffer (frisch aus der Mühle)
Muskatnuss
Cayennepfeffer

sowie 800 Gramm verschiedenes Brot, in mundgerechte Würfel geschnitten

Und so bereiten Sie das Fondue zu:

Reiben Sie das Caquelon mit dem Knoblauch aus. Mischen Sie Wein, Käse und Maisstärke und lassen Sie den Käse unter ständigem Rühren schmelzen. Würzen Sie das Fondue (dann darf es nicht mehr kochen!) und geben Sie zum Schluss das Kirschwasser hinzu. Sollten Kinder mitessen, können Sie den Weisswein durch Traubensaft oder alkoholfreien Apfelwein ersetzen.

Extra-Tipp: Übrigens, auch beim Raclette gibt es (wie sollte es in einem Käseland wie der Schweiz auch anders sein) geschmolzenen Käse, diesmal aber mit «Gschwellti» (Pellkartoffeln), Senffrüchten sowie in Essig eingelegten Gurken und Zwiebeln.

Raclette

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